Forschung

Stephan Schmidheiny hat mit der «Alliance for Global Sustainability» und dem ««Latin American Center for Competitiveness and Sustainable Development» Grundsteine gelegt für zwei wegweisende Zentren zur Erforschung von Konzepten für soziale und ökologische Nachhaltigkeit. Massgeblich trug Stephan Schmidheiny auch zur Schaffung des IMD Global Family Business Center bei, das grundlegende Forschung und Ausbildung im Bereich der Familienunternehmen leistet. 

Latin American Center for Competitiveness and Sustainable Development

Das «Latin American Center for Competitiveness and Sustainable Development» LACCSD ist das führende Forschungszentrum der INCAE Business School in Costa Rica und eines der wichtigsten Institutionen dieser Art in Lateinamerika. Es dient als Think Tank für die Regierungen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaften der Region und unterstützt den Wandel hin zu einer sozial und ökologisch nachhaltigeren Gesellschaft.

Stephan Schmidheiny gründete das LACCSD 1996 zusammen mit Roberto Artavia, dem damaligen Rektor der INCAE Business School (bis 2007). Über seine Avina Stiftung leistete Stephan Schmidheiny substanzielle Starthilfe; der Beitrag der Avina wurde über die Jahre sukzessive durch gewinnbringende Projekte des Think Tank und erfolgreiches Fundraising ersetzt. So erreichte das LACCSD finanzielle Unabhängigkeit und operative Nachhaltigkeit.

IMD Global Family Business Center

1986 wurde Stephan Schmidheiny zum Chairman des International Management Institute IMI in Genf ernannt. Das 1946 von Alcan gegründete IMI spezialisierte sich auf die Ausbildung von Führungskräften und war damit in einem vergleichbaren Gebiet tätig wie das im benachbarten Lausanne domizilierte Institut pour l’Etude des Méthodes de Direction de l’Entreprise IMEDE, das 1957 von Nestlé errichtet worden war. Rasch nach Amtsantritt erkannte Stephan Schmidheiny, dass eine Bündelung der Kräfte für beide Institute von grossem Vorteil wäre und trieb deshalb die Fusion der beiden Institute voran.

1989 konnte dann der Zusammenschluss der beiden Institute zum International Institute for Management Development IMD bekannt gegeben werden. Das im schweizerischen Lausanne domizilierte IMD zählt heute zu den global führenden Institutionen im Bereich der Management-Ausbildung (MBA, Executive MBA, Executive Education).

Bereits am IMI lancierte Stephan Schmidheiny zusammen mit dem kanadischen Unternehmer Frank Tilley das Family Firm Institute (FFI), das Forschung und Ausbildung im Bereich von Familienunternehmen betreiben sollte. Daraus entstand nach der Fusion von IMI und IMEDE das IMD Global Family Business Center, das noch heute das einzigartige Ausbildungsprogramm «Leading the Family Business» anbietet.

Stephan Schmidheiny stiftete dem IMD 1990 den Stephan Schmidheiny Chair of Family Enterprises. Dieser Lehrstuhl, der heute Stephan Schmidheiny Professur für Unternehmertum und Finance heisst, soll Forschung und Ausbildung im Bereich des nachhaltigen Unternehmertums betreiben. 1992 trat Stephan Schmidheiny aus dem Stiftungsrat des IMD zurück.

Alliance for Global Sustainability

Die Alliance for Global Sustainability AGS war eine internationale Partnerschaft zwischen vier weltweit führenden naturwissenschaftlichen Universitäten: der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH in Zürich, des Massachusetts Institute of Technology MIT in Cambridge / USA, der Universität Tokyo und der Chalmers University of Technology im schwedischen Göteborg. Ziel der AGS war es, in interdisziplinären Teams die grossen Umweltprobleme, mit denen die Gesellschaft in zunehmendem Masse konfrontiert wird, einer Lösung näher zu bringen.

Stephan Schmidheiny legte 1996 den Grundstein für diese einzigartige Partnerschaft: Er formulierte die Idee für die Alliance for Global Sustainability und wählte das MIT, die ETH und die University of Tokyo als Partner der Organisation aus. Stephan Schmidheiny unterstützte den Aufbau der Allianz sowohl inhaltlich als auch finanziell via seine Avina Stiftung massgeblich. Er wirkte von 1996 bis 2001 als Vorsitzender des internationalen Advisory Board der AGS. Die Partnerschaft wurde im Jahr 2011 aufgelöst.